Die Jugend muss sich erheben

Nein zur Wehrpflicht! Kommt zum Schulstreik am 05.03.2026 um 9:30 Uhr – Lindenplatz, Michelstadt!

Kümmern statt Kürzen Dietzenbacher Erklärung zur Komunalwahl

Wir fokussieren uns neben den konkreten Problemen vor Ort hessenweit auf diese Kernthemen:

 

Wir vertreten die Interessen derjenigen, die von ihrer Arbeit leben müssen – nicht von Vermögen oder Aktienrenditen. Gemeinsam mit ihnen kämpfen wir für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen, für soziale Sicherheit und eine Gesellschaft, in der niemand zurückgelassen wird. Wir stellen uns entschieden gegen das Verächtlichmachen von Menschen – gegen jedes rassistische Ablenkungsmanöver, das die wahren Probleme dieser kapitalistischen Gesellschaft verschleiern soll: Soziale Gerechtigkeit, öffentlicher Wohlstand und Klimaschutz für alle!

Dafür brauchen wir eine starke, antifaschistische, antirassistische, feministische und sozialistische Linke, die für Umverteilung und den Ausbau sozialer Infrastruktur kämpft. Wir sagen: Es darf keine Milliardäre geben, während andere kaum über die Runden kommen. Es ist ein Skandal, dass über Nacht Milliarden für die Rüstungsindustrie mobilisiert werden – während Kommunen nicht wissen, wie sie die ihnen auferlegten Aufgaben erfüllen sollen.

Wir setzen uns auf allen Ebenen für Entspannungspolitik und gegen die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft ein.

Mit diesem Kurs waren wir bei der Bundestagswahl erfolgreich – und haben unsere Mitgliederzahl mehr als verdoppelt. Dieses Fundament trägt uns weiter, unsere Grundsätze gelten ebenso für unsere Kommunalpolitik. Linke Kommunalpolitik stellt das Leben und den Alltag in den Mittelpunkt. In unseren Kommunen entscheidet sich, welches Leben wir führen. Hier sind unsere Kitas, Schwimmbäder und Spielplätze. Wir akzeptieren nicht, dass unsere Daseinsvorsorge und Infrastruktur immer weiter abgebaut werden.

Die Linke setzt sich für ein gutes Leben für Alle ein. Hierbei orientieren wir uns an der Idee der „Sorgenden Städte“, fordern Umverteilung und eine Umstrukturierung der Finanzierung unserer Kommunen. Eine starke demokratische Gesellschaft und ein guter Alltag für alle Bewohner*innen unserer Kommunen braucht ausreichende Finanzierung. Wir fordern die konsequente Umsetzung der Istanbulkonvention, die Frauen vor Gewalt schützt. Denn ein gutes Leben ist nur mit feministischer Bewusstseinsentwicklung als Gewaltprävention möglich.

Kommunale Politik muss von den Bedürfnissen der Menschen vor Ort gedacht werden. Dem steht die Profitlogik entgegen. Um dies zu verändern, können wir zum Beispiel vor Ort die Energieerzeugung in kommunale Hände legen und so klimaschonende Projekte vorantreiben. Dies führt langfristig zu sinnvollen Einsparungen und verhindert, dass private Konzerne sich eine goldene Nase verdienen und die Bürger*innen belastet werden.

Unsere Mitgliederzahl hat sich – auch in Hessen – mehr als verdoppelt und unsere Aktivitäten haben sich mehr als vervierfacht. Wir waren an tausenden Haustüren und haben mit vielen Menschen geredet. Wir haben Aktionen gegen Mieterhöhungen durchgeführt und die Menschen gefragt, wo ihnen der Schuh drückt. Die Antwort war eindeutig: In den Städten sind es die Preise und auf dem Land sind es die Preise, sofern es überhaupt ein Angebot gibt.

Darum fokussieren wir uns neben den konkreten Problemen vor Ort hessenweit auf vier Punkte:

1. Bezahlbarer Wohnraum

Die Kommunen müssen alle ihre Möglichkeiten konsequent nutzen, um der marktradikalen Mietenpolitik etwas entgegenzusetzen. Bezahlbarer Wohnraum muss für alle gesichert sein. Gerade Frauen und andere Geschlechter sind täglich von Gewalt betroffen und deshalb besonders auf sichere Rückzugsorte angewiesen. Auch Diskriminierung bei der Wohnungssuche, etwa aufgrund migrantischer Namen oder anderer Merkmale, darf in unseren Städten und Gemeinden keinen Platz haben. Wohnungspolitik muss sozial, diskriminierungsfrei und geschlechtergerecht sein.

Profitmaximierung verhindern

Kommunale Wohnungsbaugesellschaften dürfen nicht der Profitmaximierung dienen, sondern müssen deutlich mehr Sozialwohnungen mit dauerhafter Mietpreisbindung bauen und preiswerte Wohnungen anbieten. Dazu brauchen wir Planungssicherheit durch zuverlässige und steigende Förderung des sozialen Wohnungsbaus durch das Land. Den Mieter*innen mit geringem Einkommen müssen die Mieten sofort gesenkt werden.

Leerstand beenden

Die Pläne der Landesregierung, spekulativen Leerstand mit Bußgeldern zu belegen, sind ein Fortschritt, reichen aber bei Weitem nicht aus. Leerstand muss flächendeckend in Hessen erfasst werden. Wir nutzen bereits den „Leerstandsmelder“ und werden, wenn Kommunen untätig bleiben, mit publikumswirksamen Aktionen dagegen vorgehen.

Mietwohnungen erhalten

Wir treten entschieden der Verdrängung von Mieter*innen durch Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen entgegen und solidarisieren uns mit den Betroffenen. Bestehende Milieuschutzgebiete müssen erhalten bleiben und neue zügig ausgewiesen werden.

Modernisierung ja, Mietwucher nein

Die energetische Modernisierung von Wohnungen ist aus Klimaschutzgründen sinnvoll und muss gefördert werden. Sie darf aber nicht durch Mieterhöhungen zu Lasten der Mieter*innen gehen. Wir überprüfen die Heizkosten und melden überhöhte Mieten und Mietwucher und begleiten diese Auseinandersetzungen mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen.

2. Starker Öffentlicher Personennahverkehr – mehr Mobilität für alle

Im Sinne der Daseinsvorsorge muss Mobilität für alle Menschen gewährleistet sein. Wir setzen uns für den massiven Ausbau des ÖPNV ein, gerade auch im ländlichen Raum: Er gehört in öffentliche Hand.

Mobilität garantieren

Wir wollen eine umfassende Mobilitätsgarantie, auch auf dem Land. Dafür müssen zusätzliche Buslinien, flächendeckende Rufbusse ohne Zuschläge und barrierefreie Haltestellen eingerichtet werden. Die weiteren öffentlichen Verkehrsträger, Straßenbahn und Schienenverkehr müssen ebenfalls ausgebaut und alle Verkehrsträger miteinander vernetzt werden.

Mobilität jenseits des Profitprinzips

Kommunale Verkehrsunternehmen dürfen nicht länger dem Profitprinzip unterworfen sein – Ausschreibungswettbewerbe und Lohndumping müssen beendet werden. Wir wollen die vollständige Finanzierung kommunaler Verkehrsangebote durch das Land – und die Einstufung des ÖPNV als kommunale Pflichtaufgabe. Das heißt: Geld statt Appelle. Wo möglich, sollen Leistungen direkt und ohne Ausschreibung an kommunale Betreiber vergeben werden. Um die Verkehrswende zu schaffen, braucht es faire Tariflöhne und gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten.

ÖPNV kostenlos

Unser Ziel bleibt ein kostenloser ÖPNV für alle – solidarisch finanziert, einfach und gerecht. Bis dahin brauchen wir: Freie Fahrt für Schülerinnen, Kinder und Jugendliche, für Rentnerinnen sowie Menschen mit geringem Einkommen.

Zur Verkehrswende gehören ebenso der Ausbau der Radwege und mehr Raum für Fußgänger*innen. Künftige Stadtplanungskonzepte müssen dies berücksichtigen. Dies ist ein Gebot, um Mobilität für alle zu realisieren und auch aus klimapolitischen Gesichtspunkten dringend erforderlich.

3. Öffentliche Infrastruktur sichern und ausbauen

Während der Bundeskanzler weiteren Sozialabbau ankündigt und Umverteilung nach Oben betreibt, betonen wir: Öffentliche Infrastruktur ist die Grundlage des Sozialstaats – sie entscheidet darüber, ob Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Sie muss auf allen Ebenen, auch in der Kommune verteidigt, demokratisiert und massiv ausgebaut werden.

Krankenhäuser in öffentliche Hand

Krankenhäuser gehören in öffentliche Hand – statt weiterer Privatisierungen braucht es Investitionen, eine bedarfsgerechte Versorgung sowie bessere Arbeitsbedingungen und tarifliche Entlohnung für das Personal. Die Pflege zu Hause muss gestärkt werden: mit mehr Unterstützung für pflegende Angehörige und einer besseren ambulanten Versorgung.

Bildung unabhängig von Einkommen und Wohnort

Bildung darf nicht vom Wohnort oder Einkommen abhängen, daher bedarf es flächendeckender ausreichender Kitaplätze – mit besserer tariflicher Bezahlung und Entlastung für Erzieher*innen. Schulen brauchen Gebäude, die nicht bröckeln, sondern die Platz und moderne Ausstattung bieten. Auch Schulsozialarbeit und Ganztagsangebote müssen gesichert und ausgebaut werden.

Daseinsvorsorge braucht Teilhabe

Bibliotheken, Schwimmbäder, Jugendzentren und Senior*innentreffs gelten als „freiwillige Leistungen“, dabei sind sie unerlässlich. Frauenhäuser müssen ausreichend finanziert werden, um auch Menschen ohne sicheren Aufenthaltsstatus und andere besonders schutzbedürftige Personen aufnehmen zu können. Öffentliche Infrastruktur gehört uns allen. Sie darf nicht kaputtgespart oder privatisiert werden – wir setzen ihr die solidarische und barrierefreie Kommune entgegen.

Funktionierende Verwaltung erfordert gute Arbeitsbedingungen

Nicht zuletzt benötigen wir eine funktionierende öffentliche Verwaltung mit ausreichend vielen Beschäftigten. Gerade in den Ballungsräumen bleiben viele bewilligte Stellen unbesetzt, weil die Entlohnung zu niedrig ist, um sich die teuren Mieten leisten zu können. Die Folge: Viele sozial und ökologisch wertvolle Projekte können nicht in der gebotenen Geschwindigkeit umgesetzt werden. Auch darum unterstützen wir die Forderungen von Gewerkschaften und Personalräten nach einer angemessenen Entlohnung im öffentlichen Dienst.

4. Klimaschutz beginnt in den Kommunen

Wir werden nach wissenschaftlicher Erkenntnis schon 2050 eine Erderwärmung von 2-3 Grad haben. Für uns im Rhein-Main Gebiet bedeutet das eine Erderwärmung von 4 Grad und mehr. Also Hitzewellen im Sommer von 40° und mehr – auch über Wochen – mit erheblich mehr Hitzetoten. Landwirtschaft und das Arbeiten im Freien werden über längere Perioden nur mit erheblichen gesundheitlichen Belastungen möglich sein. Deshalb müssen Arbeitszeiten im Sommer in den frühen Morgen-Stunden bzw. in die späten Abend-Stunden gelegt werden.

Wir müssen deshalb auch auf der Kommunalen Ebene raus aus Kohle, Öl und Gas! Die Stadtwerke sollen wieder in Bürgerhand gegeben und als Non-Profit Unternehmen geführt werden. Die Wärmewende muss auf erneuerbare Energie (Wärmepumpen etc.) sozialverträglich umgestellt werden und nicht auf den viel zu teuren Wasserstoff, der nur den Kapitalanlegern Profit bringt und uns hohe Heizkosten bringt. Auch die momentanen Pläne der Fernwärme lehnen wir ab, weil sie nur zu Monopolstellungen von Kapitalanlegern führen, die uns dann den Heizkostenpreis diktieren. Aber auch lokal begrenzte Kälte-Netze (für naheliegende Wohnblocks) in Bürgerhand müssen geschaffen werden, um im Sommer mit tropischen Nächten überhaupt noch Schlaf finden zu können. Mir müssen in den Kommunen Maßnahmen ergreifen, um die Bevölkerung insbesondere der Kinder und älteren Menschen vor der zunehmenden Hitzebelastung zu schützen. Voraussetzung ist natürlich die Devise „Wald statt Asphalt“ nur so können wir die Hitze aus den Städten heraushalten und uns das Trinkwasser erhalten. Aber die Linke setzt sich nicht nur für den Erhalt der Wälder ein, sondern für mehr Wald und gegen den weiteren Autobahnausbau bzw. Kiesabbau. Denn Ausgleichsflächen und Wiederaufforstung ersetzen keine über hundertjährigen Bäume, erst recht nicht, wenn die Ausgleichsflächen außerhalb der Innenstädte liegen. Wir brauchen allerdings keine alleinstehenden Bäume oder Alleebäume, sondern größere Baumgruppen innerhalb der Ortschaften mit Parkanlagen, das kann die Hitze in den Städten etwas dämmen.

Kommunen gut ausstatten

Wir wissen: All das kostet Geld. Doch die Kommunen sind massiv unterfinanziert. Selbst zurückhaltende Berechnungen zeigen, dass ihr Anteil an der Einkommensteuer bei Weitem nicht ausreicht, um die ihnen von Bund und Land in immer stärkerem Maß übertragenen Aufgaben zu bewältigen.

Einnahmen verbessern

Darum setzen wir uns für eine Verdoppelung des Einkommensteueranteils der Kommunen ein. Zudem muss der Grundsatz gelten: Wer bestellt, bezahlt! Weiterhin engagieren wir uns für angemessene Gewerbesteuern und deren Weiterentwicklung zu einer Gemeindewirtschaftssteuer, die Kommunen nicht von dem Wohl und Willen einzelner Unternehmen abhängig macht. Um Gewerbesteuerdumping einzelner Kommunen zu unterbinden, fordern wir einen Mindesthebesatz von 420 Punkten.

Auch eine arbeitgeber*innenfinanzierte Nahverkehrsabgabe ist ein wichtiger Baustein einer solidarischen Daseinsvorsorge.

Gleichzeitig braucht es auch auf der Bundesebene eine konsequente Umverteilung: Vermögen und große Erbschaften müssen endlich wieder angemessen besteuert werden. Wir brauchen eine Steuerpolitik, die untere und mittlere Einkommen entlastet und abschöpft, was sich oben angesammelt hat.

Nein zur Militarisierung

Wir bleiben dabei: Es sollte keine Milliardäre geben! Doch der Trend geht in eine andere Richtung: Die Vermögensungleichheit nimmt zu und der Bundeshaushalt verschiebt sich zunehmend zugunsten des militärisch-industriellen Komplexes. Durch die Grundgesetzänderung wurde ein Blankoscheck für Rüstung ausgestellt. Selbst Mittel aus dem Sondervermögen „Infrastruktur“ werden beim Militär landen: Unter dem Deckmantel der Brückensanierung sollen Straßen panzerfest gemacht werden, während die Kommunen mit Krümelbeträgen abgespeist werden, wenn es um Kitas, Pflege oder soziale Projekte geht.

Hier wird sichtbar, wie eng Bundes- und Kommunalpolitik miteinander verwoben sind. Wir stellen uns der voranschreitenden Militarisierung entgegen. Öffentliche Mittel gehören in Soziales, Bildung, Gesundheit – und in den kommunalen Klimaschutz, nicht in Panzer und Rüstungsforschung.

Die Linke stärken

Wir werden Menschen ermutigen, sich in diesem Sinne in Bewegungen und Initiativen zu engagieren. Zugleich werden wir sie in Konflikten durch Beratung, zum Beispiel in Mietstreitigkeiten, bei der Kriegsdienstverweigerung und in anderen sozialen Fragen unterstützen. Wir werden in nahezu allen kreisfreien Städten und Kreistagen kandidieren und unsere Zahl der Antritte in den Kommunen erheblich steigern. Wir werden die Kommunalwahl zum Anlass nehmen, den Parteiaufbau voranzubringen und Ergebnisse zu erzielen, die uns weiteren Schwung für die Landtagswahl verleihen. So schaffen wir die Möglichkeit, dass in Hessen wieder ein sozialer Wind weht.

Wir vertreten die Interessen derjenigen, die von ihrer Arbeit leben müssen – nicht von Vermögen oder Aktienrenditen. Gemeinsam mit ihnen kämpfen wir für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen, für soziale Sicherheit und eine Gesellschaft, in der niemand zurückgelassen wird. Wir stellen uns entschieden gegen das Verächtlichmachen von Menschen – gegen jedes rassistische Ablenkungsmanöver, das die wahren Probleme dieser kapitalistischen Gesellschaft verschleiern soll: Soziale Gerechtigkeit, öffentlicher Wohlstand und Klimaschutz für alle!

Dafür brauchen wir eine starke, antifaschistische, antirassistische, feministische und sozialistische Linke, die für Umverteilung und den Ausbau sozialer Infrastruktur kämpft. Wir sagen: Es darf keine Milliardäre geben, während andere kaum über die Runden kommen. Es ist ein Skandal, dass über Nacht Milliarden für die Rüstungsindustrie mobilisiert werden – während Kommunen nicht wissen, wie sie die ihnen auferlegten Aufgaben erfüllen sollen.

Wir setzen uns auf allen Ebenen für Entspannungspolitik und gegen die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft ein.

Mit diesem Kurs waren wir bei der Bundestagswahl erfolgreich – und haben unsere Mitgliederzahl mehr als verdoppelt. Dieses Fundament trägt uns weiter, unsere Grundsätze gelten ebenso für unsere Kommunalpolitik. Linke Kommunalpolitik stellt das Leben und den Alltag in den Mittelpunkt. In unseren Kommunen entscheidet sich, welches Leben wir führen. Hier sind unsere Kitas, Schwimmbäder und Spielplätze. Wir akzeptieren nicht, dass unsere Daseinsvorsorge und Infrastruktur immer weiter abgebaut werden.

Die Linke setzt sich für ein gutes Leben für Alle ein. Hierbei orientieren wir uns an der Idee der „Sorgenden Städte“, fordern Umverteilung und eine Umstrukturierung der Finanzierung unserer Kommunen. Eine starke demokratische Gesellschaft und ein guter Alltag für alle Bewohner*innen unserer Kommunen braucht ausreichende Finanzierung. Wir fordern die konsequente Umsetzung der Istanbulkonvention, die Frauen vor Gewalt schützt. Denn ein gutes Leben ist nur mit feministischer Bewusstseinsentwicklung als Gewaltprävention möglich.

Kommunale Politik muss von den Bedürfnissen der Menschen vor Ort gedacht werden. Dem steht die Profitlogik entgegen. Um dies zu verändern, können wir zum Beispiel vor Ort die Energieerzeugung in kommunale Hände legen und so klimaschonende Projekte vorantreiben. Dies führt langfristig zu sinnvollen Einsparungen und verhindert, dass private Konzerne sich eine goldene Nase verdienen und die Bürger*innen belastet werden.

Unsere Mitgliederzahl hat sich – auch in Hessen – mehr als verdoppelt und unsere Aktivitäten haben sich mehr als vervierfacht. Wir waren an tausenden Haustüren und haben mit vielen Menschen geredet. Wir haben Aktionen gegen Mieterhöhungen durchgeführt und die Menschen gefragt, wo ihnen der Schuh drückt. Die Antwort war eindeutig: In den Städten sind es die Preise und auf dem Land sind es die Preise, sofern es überhaupt ein Angebot gibt.

Darum fokussieren wir uns neben den konkreten Problemen vor Ort hessenweit auf vier Punkte:

1. Bezahlbarer Wohnraum

Die Kommunen müssen alle ihre Möglichkeiten konsequent nutzen, um der marktradikalen Mietenpolitik etwas entgegenzusetzen. Bezahlbarer Wohnraum muss für alle gesichert sein. Gerade Frauen und andere Geschlechter sind täglich von Gewalt betroffen und deshalb besonders auf sichere Rückzugsorte angewiesen. Auch Diskriminierung bei der Wohnungssuche, etwa aufgrund migrantischer Namen oder anderer Merkmale, darf in unseren Städten und Gemeinden keinen Platz haben. Wohnungspolitik muss sozial, diskriminierungsfrei und geschlechtergerecht sein.

Profitmaximierung verhindern

Kommunale Wohnungsbaugesellschaften dürfen nicht der Profitmaximierung dienen, sondern müssen deutlich mehr Sozialwohnungen mit dauerhafter Mietpreisbindung bauen und preiswerte Wohnungen anbieten. Dazu brauchen wir Planungssicherheit durch zuverlässige und steigende Förderung des sozialen Wohnungsbaus durch das Land. Den Mieter*innen mit geringem Einkommen müssen die Mieten sofort gesenkt werden.

Leerstand beenden

Die Pläne der Landesregierung, spekulativen Leerstand mit Bußgeldern zu belegen, sind ein Fortschritt, reichen aber bei Weitem nicht aus. Leerstand muss flächendeckend in Hessen erfasst werden. Wir nutzen bereits den „Leerstandsmelder“ und werden, wenn Kommunen untätig bleiben, mit publikumswirksamen Aktionen dagegen vorgehen.

Mietwohnungen erhalten

Wir treten entschieden der Verdrängung von Mieter*innen durch Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen entgegen und solidarisieren uns mit den Betroffenen. Bestehende Milieuschutzgebiete müssen erhalten bleiben und neue zügig ausgewiesen werden.

Modernisierung ja, Mietwucher nein

Die energetische Modernisierung von Wohnungen ist aus Klimaschutzgründen sinnvoll und muss gefördert werden. Sie darf aber nicht durch Mieterhöhungen zu Lasten der Mieter*innen gehen. Wir überprüfen die Heizkosten und melden überhöhte Mieten und Mietwucher und begleiten diese Auseinandersetzungen mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen.

2. Starker Öffentlicher Personennahverkehr – mehr Mobilität für alle

Im Sinne der Daseinsvorsorge muss Mobilität für alle Menschen gewährleistet sein. Wir setzen uns für den massiven Ausbau des ÖPNV ein, gerade auch im ländlichen Raum: Er gehört in öffentliche Hand.

Mobilität garantieren

Wir wollen eine umfassende Mobilitätsgarantie, auch auf dem Land. Dafür müssen zusätzliche Buslinien, flächendeckende Rufbusse ohne Zuschläge und barrierefreie Haltestellen eingerichtet werden. Die weiteren öffentlichen Verkehrsträger, Straßenbahn und Schienenverkehr müssen ebenfalls ausgebaut und alle Verkehrsträger miteinander vernetzt werden.

Mobilität jenseits des Profitprinzips

Kommunale Verkehrsunternehmen dürfen nicht länger dem Profitprinzip unterworfen sein – Ausschreibungswettbewerbe und Lohndumping müssen beendet werden. Wir wollen die vollständige Finanzierung kommunaler Verkehrsangebote durch das Land – und die Einstufung des ÖPNV als kommunale Pflichtaufgabe. Das heißt: Geld statt Appelle. Wo möglich, sollen Leistungen direkt und ohne Ausschreibung an kommunale Betreiber vergeben werden. Um die Verkehrswende zu schaffen, braucht es faire Tariflöhne und gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten.

ÖPNV kostenlos

Unser Ziel bleibt ein kostenloser ÖPNV für alle – solidarisch finanziert, einfach und gerecht. Bis dahin brauchen wir: Freie Fahrt für Schülerinnen, Kinder und Jugendliche, für Rentnerinnen sowie Menschen mit geringem Einkommen.

Zur Verkehrswende gehören ebenso der Ausbau der Radwege und mehr Raum für Fußgänger*innen. Künftige Stadtplanungskonzepte müssen dies berücksichtigen. Dies ist ein Gebot, um Mobilität für alle zu realisieren und auch aus klimapolitischen Gesichtspunkten dringend erforderlich.

3. Öffentliche Infrastruktur sichern und ausbauen

Während der Bundeskanzler weiteren Sozialabbau ankündigt und Umverteilung nach Oben betreibt, betonen wir: Öffentliche Infrastruktur ist die Grundlage des Sozialstaats – sie entscheidet darüber, ob Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Sie muss auf allen Ebenen, auch in der Kommune verteidigt, demokratisiert und massiv ausgebaut werden.

Krankenhäuser in öffentliche Hand

Krankenhäuser gehören in öffentliche Hand – statt weiterer Privatisierungen braucht es Investitionen, eine bedarfsgerechte Versorgung sowie bessere Arbeitsbedingungen und tarifliche Entlohnung für das Personal. Die Pflege zu Hause muss gestärkt werden: mit mehr Unterstützung für pflegende Angehörige und einer besseren ambulanten Versorgung.

Bildung unabhängig von Einkommen und Wohnort

Bildung darf nicht vom Wohnort oder Einkommen abhängen, daher bedarf es flächendeckender ausreichender Kitaplätze – mit besserer tariflicher Bezahlung und Entlastung für Erzieher*innen. Schulen brauchen Gebäude, die nicht bröckeln, sondern die Platz und moderne Ausstattung bieten. Auch Schulsozialarbeit und Ganztagsangebote müssen gesichert und ausgebaut werden.

Daseinsvorsorge braucht Teilhabe

Bibliotheken, Schwimmbäder, Jugendzentren und Senior*innentreffs gelten als „freiwillige Leistungen“, dabei sind sie unerlässlich. Frauenhäuser müssen ausreichend finanziert werden, um auch Menschen ohne sicheren Aufenthaltsstatus und andere besonders schutzbedürftige Personen aufnehmen zu können. Öffentliche Infrastruktur gehört uns allen. Sie darf nicht kaputtgespart oder privatisiert werden – wir setzen ihr die solidarische und barrierefreie Kommune entgegen.

Funktionierende Verwaltung erfordert gute Arbeitsbedingungen

Nicht zuletzt benötigen wir eine funktionierende öffentliche Verwaltung mit ausreichend vielen Beschäftigten. Gerade in den Ballungsräumen bleiben viele bewilligte Stellen unbesetzt, weil die Entlohnung zu niedrig ist, um sich die teuren Mieten leisten zu können. Die Folge: Viele sozial und ökologisch wertvolle Projekte können nicht in der gebotenen Geschwindigkeit umgesetzt werden. Auch darum unterstützen wir die Forderungen von Gewerkschaften und Personalräten nach einer angemessenen Entlohnung im öffentlichen Dienst.

4. Klimaschutz beginnt in den Kommunen

Wir werden nach wissenschaftlicher Erkenntnis schon 2050 eine Erderwärmung von 2-3 Grad haben. Für uns im Rhein-Main Gebiet bedeutet das eine Erderwärmung von 4 Grad und mehr. Also Hitzewellen im Sommer von 40° und mehr – auch über Wochen – mit erheblich mehr Hitzetoten. Landwirtschaft und das Arbeiten im Freien werden über längere Perioden nur mit erheblichen gesundheitlichen Belastungen möglich sein. Deshalb müssen Arbeitszeiten im Sommer in den frühen Morgen-Stunden bzw. in die späten Abend-Stunden gelegt werden.

Wir müssen deshalb auch auf der Kommunalen Ebene raus aus Kohle, Öl und Gas! Die Stadtwerke sollen wieder in Bürgerhand gegeben und als Non-Profit Unternehmen geführt werden. Die Wärmewende muss auf erneuerbare Energie (Wärmepumpen etc.) sozialverträglich umgestellt werden und nicht auf den viel zu teuren Wasserstoff, der nur den Kapitalanlegern Profit bringt und uns hohe Heizkosten bringt. Auch die momentanen Pläne der Fernwärme lehnen wir ab, weil sie nur zu Monopolstellungen von Kapitalanlegern führen, die uns dann den Heizkostenpreis diktieren. Aber auch lokal begrenzte Kälte-Netze (für naheliegende Wohnblocks) in Bürgerhand müssen geschaffen werden, um im Sommer mit tropischen Nächten überhaupt noch Schlaf finden zu können. Mir müssen in den Kommunen Maßnahmen ergreifen, um die Bevölkerung insbesondere der Kinder und älteren Menschen vor der zunehmenden Hitzebelastung zu schützen. Voraussetzung ist natürlich die Devise „Wald statt Asphalt“ nur so können wir die Hitze aus den Städten heraushalten und uns das Trinkwasser erhalten. Aber die Linke setzt sich nicht nur für den Erhalt der Wälder ein, sondern für mehr Wald und gegen den weiteren Autobahnausbau bzw. Kiesabbau. Denn Ausgleichsflächen und Wiederaufforstung ersetzen keine über hundertjährigen Bäume, erst recht nicht, wenn die Ausgleichsflächen außerhalb der Innenstädte liegen. Wir brauchen allerdings keine alleinstehenden Bäume oder Alleebäume, sondern größere Baumgruppen innerhalb der Ortschaften mit Parkanlagen, das kann die Hitze in den Städten etwas dämmen.

Kommunen gut ausstatten

Wir wissen: All das kostet Geld. Doch die Kommunen sind massiv unterfinanziert. Selbst zurückhaltende Berechnungen zeigen, dass ihr Anteil an der Einkommensteuer bei Weitem nicht ausreicht, um die ihnen von Bund und Land in immer stärkerem Maß übertragenen Aufgaben zu bewältigen.

Einnahmen verbessern

Darum setzen wir uns für eine Verdoppelung des Einkommensteueranteils der Kommunen ein. Zudem muss der Grundsatz gelten: Wer bestellt, bezahlt! Weiterhin engagieren wir uns für angemessene Gewerbesteuern und deren Weiterentwicklung zu einer Gemeindewirtschaftssteuer, die Kommunen nicht von dem Wohl und Willen einzelner Unternehmen abhängig macht. Um Gewerbesteuerdumping einzelner Kommunen zu unterbinden, fordern wir einen Mindesthebesatz von 420 Punkten.

Auch eine arbeitgeber*innenfinanzierte Nahverkehrsabgabe ist ein wichtiger Baustein einer solidarischen Daseinsvorsorge.

Gleichzeitig braucht es auch auf der Bundesebene eine konsequente Umverteilung: Vermögen und große Erbschaften müssen endlich wieder angemessen besteuert werden. Wir brauchen eine Steuerpolitik, die untere und mittlere Einkommen entlastet und abschöpft, was sich oben angesammelt hat.

Nein zur Militarisierung

Wir bleiben dabei: Es sollte keine Milliardäre geben! Doch der Trend geht in eine andere Richtung: Die Vermögensungleichheit nimmt zu und der Bundeshaushalt verschiebt sich zunehmend zugunsten des militärisch-industriellen Komplexes. Durch die Grundgesetzänderung wurde ein Blankoscheck für Rüstung ausgestellt. Selbst Mittel aus dem Sondervermögen „Infrastruktur“ werden beim Militär landen: Unter dem Deckmantel der Brückensanierung sollen Straßen panzerfest gemacht werden, während die Kommunen mit Krümelbeträgen abgespeist werden, wenn es um Kitas, Pflege oder soziale Projekte geht.

Hier wird sichtbar, wie eng Bundes- und Kommunalpolitik miteinander verwoben sind. Wir stellen uns der voranschreitenden Militarisierung entgegen. Öffentliche Mittel gehören in Soziales, Bildung, Gesundheit – und in den kommunalen Klimaschutz, nicht in Panzer und Rüstungsforschung.

Die Linke stärken

Wir werden Menschen ermutigen, sich in diesem Sinne in Bewegungen und Initiativen zu engagieren. Zugleich werden wir sie in Konflikten durch Beratung, zum Beispiel in Mietstreitigkeiten, bei der Kriegsdienstverweigerung und in anderen sozialen Fragen unterstützen. Wir werden in nahezu allen kreisfreien Städten und Kreistagen kandidieren und unsere Zahl der Antritte in den Kommunen erheblich steigern. Wir werden die Kommunalwahl zum Anlass nehmen, den Parteiaufbau voranzubringen und Ergebnisse zu erzielen, die uns weiteren Schwung für die Landtagswahl verleihen. So schaffen wir die Möglichkeit, dass in Hessen wieder ein sozialer Wind weht.

https://die-linke-hessen.de/kuemmern-statt-kuerzen/ – Kurzfassung als PDF-Dokument: t3://file?uid=356503)

Hier der Link zum Jugendwahlprogramm, welches die Erklärung ergänzt:

https://www.he.linksjugend-solid.de/beschluss/jugendwahlprogramm-zur-kommunalwahl

Wahlvorschlag für die Kommunalwahl 2026 aufgestellt

Die LINKE im Odenwald geht mit einem 17-köpfigen Team an den Start

Thomas Pause

Auf unserer Mitgliederversammlung vom 22.11. haben wir die Liste für den Kreistag im Odenwald für die Kommunalwahl 2026 aufgestellt. Die Aktivität der Odenwälder spiegelte sich auch bei dieser Wahl wieder.

Für den Kreistag bei der Kommunalwahl am 15.März 2026 kandidieren:

1. Thomas Pause
2. Sarah Lohkamp
3. Gils Dorignac
4. Silja Menger
5. Stefan Dietrich
6. Nils Gärtner
7. Andreas Hart
8. Enrico de Meo
9. Andrea Fischer
10. Erich Krichbaum
11. Lothar Löll
12. Marlene Wenzl
13. Nico Rämisch
14. Dietmar Kunze
15. Christin Hauer
16. Elke Löll
17. Laurie Rune Pause

Austritt aus dem Sprecher*innenrat

Thomas Pause

Wir bedauern mitteilen zu müssen, dass Nico Lilienkamp aus privaten Gründen aus dem Sprecher*innenrat zurückgetreten ist.

Nico war von 2021-2025 Sprecher*innenrat  und hat sich in dieser Zeit mit großem Engagement für unseren Kreisverband eingesetzt.

Wir bedanken uns bei Nico herzlich für seine langjährige und zuverlässige Arbeit.

Sein Rücktritt ist für den Kreisverband ein Verlust.

Für seinen weiteren Weg wünschen wir ihm alles Gute und beste Gesundheit.

Die Linke Hessen lehnt die geplanten Kürzungen in der Eingliederungshilfe entschieden ab.

Jakob Migenda und Anna Hofmann


Die Linke Hessen lehnt die geplanten Kürzungen in der
Eingliederungshilfe entschieden ab.

Die Vorschläge von Landesdirektorin Simmler
(Landeswohlfahrtsverband Hessen), pauschale
Budgetkürzungen bei Leistungserbringern einzuführen,
würden die Versorgung von Menschen mit Behinderungen
massiv verschlechtern und sind sozialpolitisch
unverantwortlich.
Jakob Migenda, Landesvorsitzender der Linken Hessen
erklärt: “Wir fordern Bund und Land auf, die
Eingliederungshilfe ausreichend und solidarisch zu
finanzieren – als unantastbares Menschenrecht auf
Teilhabe. Bürokratieabbau, bessere Arbeitsbedingungen
und faire Löhne für Beschäftigte in der Eingliederungshilfe
sind ebenso notwendig.”
Anna Hofmann, Fraktionsgeschäftsführerin der Linken im
LWV Hessen führt aus: “Wir stehen solidarisch an der Seite
Betroffener, Fachkräfte und Leistungserbringer. Wir
unterstützen Proteste gegen die Kürzungspläne und rufen
Leistungserbringer auf, Kürzungen nicht mitzutragen.
Zudem muss die hessische Landesregierung endlich ihrer
Mitfinanzierungspflicht nachkommen und gegenüber dem
Bund auf faire Kostenbeteiligungen dringen. Gerecht
finanzierte Inklusion ist keine Frage der Machbarkeit,
sondern des politischen Willens – etwa durch stärkere
Besteuerung von Vermögen und Spitzenverdiensten. Die
Versorgung von Menschen mit Behinderungen muss
ausgeweitet und nicht beschnitten werden. Dafür setzen
wir uns ein, ebenso für den Erhalt und die Stärkung des
Landeswohlfahrtsverbandes Hessen.”

Kreismitgliederversammlung

27.06.2025 Alte Schule, Schulstr. 7, 64732 Bad König

Liebe Genoss*innen und Interessierte Menschen,

hiermit laden wir Euch herzlich zur nächsten Mitgliederversammlung des Kreisverbands Odenwald ein.

Termin:    Freitag, 27.06.2025
Uhrzeit:   19:00 Uhr
Ort:          Alte Schule Bad König, Schulstraße 7, 64732 Bad König

 

Tagesordnung:

1. Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit

2. Wahl der Versammlungsleitung, der Protokollführung und Wahlleitung

3. Beschluss der Tagesordnung

4. Verabschiedung Andreas Hart aus Sprecher*innenrat

5. Austausch Kommunalpolitik und Bericht aus Kreistag

6. Vorbesprechung Kommunalwahlkampf

7. Nachwahlen Sprecher*innenrat des Kreisverbands

8. Verschiedenes und Termine

Bitte macht euch auch Gedanken, ob ihr Interesse an Vorstandsarbeit habt und für ein Amt kandidieren wollt. Aktive und Engagierte werden im KV dringend gebraucht.

Im Anschluss an die Versammlung besteht die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch in gemütlicher Runde.

Anmeldungen und eventuelle Ergänzungswünsche zur Tagesordnung bitte an: buero@linke-odenwald.de

Solidarische Grüße

euer Sprecher*innenrat
des Kreisverband Odenwaldkreis

Austritt aus dem Sprecher*innenrat

Thomas Pause

Wir bedauern mitteilen zu müssen, dass Andreas Hart aus gesundheitlichen Gründen aus dem Sprecher*innenrat zurückgetreten ist.

Andreas war von 2019-2025 Kreisschatzmeister unserer Partei und hat sich in dieser Zeit mit großem Engagement für die Finanzen unseres Kreisverbands eingesetzt. Vom 04. April - 24 Mai 2025 war er Mitglied im Sprecher*innenrat. Wir bedanken uns bei Andreas herzlich für seine langjährige und zuverlässige Arbeit.

Sein Rücktritt ist für den Kreisverband ein Verlust.

Für seinen weiteren Weg wünschen wir ihm alles Gute und beste Gesundheit.

Vorstandswahl 2025

Die Linke Odenwaldkreis hat einen neuen Sprecher*innenrat

Stefan Dietrich

Die Linke KV Odenwald hat auf ihrer Kreismitgliederversammlung am 04.04.2025 in Bad König einen neuen Sprecher*innenrat gewählt. Die sieben Mitglieder bringen vielfältige Erfahrungen und politische Schwerpunkte ein und engagieren sich für soziale Gerechtigkeit, Gleichstellung und Umweltschutz.

Die gewählten Mitglieder sind:

  • Silja Menger (19, sie/ihr) aus Erbach, Biotechnologiestudentin, setzt sich besonders für Feminismus und soziale Gerechtigkeit ein. Sie übernimmt die Rolle der stellvertretenden Social Media Beauftragten.
  • Irma Stecher (20, sie/ihr) aus dem Gersprenztal, Auszubildende zur Verwaltungsfachangestellten.
  • Stefan Dietrich (40, er/ihm), Mitgliederbeauftragter im Kreisverband, Schreiner und Hufpfleger mit Patchwork-Familie. Lehnt Überreichtum, Machtkonzentration und Profitmaximierung auf Kosten des Gemeinwohls ab und fordert stattdessen Vergesellschaftung, starke öffentliche Strukturen und demokratische Teilhabe für alle Menschen.
  • Gils Dorignac (39, er/ihm) aus dem mittleren Mümlingtal, Audio Engineer, Mitarbeiter bei Erbatech Automation.
  • Andreas Hart (50) aus Brombachtal, Dipl.-Wirtschaftsinformatiker im Frühruhestand, war von 2019 bis 2025 Kreisschatzmeister.
  • Nico Lilienkamp (21, er/ihm), Social Media Beauftragter der Linken Odenwaldkreis, setzt sich für eine klassenlose, faire und soziale Gesellschaft ein, in der Herkunft, Geschlecht und Aussehen keine Rolle spielen.
  • Thomas Pause (44, er/ihm), verheiratet, drei Kinder, wohnhaft in Brombachtal, Mitarbeiter bei B&M. Er setzt sich für eine gerechtere und inklusive Gesellschaft sowie die Gleichstellung aller Geschlechter ein und engagiert sich aktiv für Umweltschutz. Er wurde zum neuen Kreisschatzmeister gewählt.

Der neue Sprecher*innenrat freut sich auf die Zusammenarbeit und darauf, gemeinsam Impulse für mehr soziale Gerechtigkeit, Gleichstellung und nachhaltiges Handeln im Odenwaldkreis zu setzen.

Unser Direktkandidat für die Bundestagswahl 2025

Christian Wallerer bei Haustürgesprächen in Rodgau

Ferdinand Remppis

In Rodgau haben unser Spitzenkandidat für den Wahlkreis 186 (Odenwald), Christian Wallerer, zusammen mit weiteren Genossinnen und Genossen heute einen Infostand betrieben und Haustürgespräche geführt. Auch im Odenwaldkreis kämpfen erfahrene und neue Mitglieder gemeinsam um Wählerstimmen.

Unser Direktkandidat für den Landtag

Anton Stortchilov kandidiert erneut

Die Linke Odenwaldkreis

DIE LINKE. Odenwaldkreis hat auf ihrer Mitgliederversammlung ihren Direktkandidaten für die Landtagswahl im Herbst gewählt. Der Kreisvorsitzende Anton Stortchilov, der schon bei der letzten Landtagswahl kandidiert hatte, erhielt 100% der Stimmen. Der 36jährige Historiker wohnte mit Unterbrechungen von 1999 bis 2022 in Michelstadt, musste aber nach einer Räumungsklage umziehen und ist jetzt in Offenbach wohnhaft.

„Ich will in erster Linie der Linken im Odenwaldkreis ein Gesicht geben“, so Stortchilov. „Wir brauchen hier 2500 Zweitstimmen, damit die Landtagsfraktion ihren Kampf für die soziale Gerechtigkeit fortsetzen kann.“

Als wichtigstes Anliegen, das Stortchilov im Landtag anstoßen würde, nennt er den Ausbau zweigleisiger Abschnitte auf der Odenwaldbahn. „Wenn man im Halbstundentakt zwischen Odenwald und dem Rhein-Main-Gebiet pendeln könnte, könnte man den wunderschönen Wohnort besser mit allen möglichen Jobs vereinbaren.“ Auch bei der Wohnraumproblematik sieht er Handlungsbedarf. „Wohnungen sind zum Wohnen da, nicht zum Rendite machen. Mittlerweile ziehen auch bei uns im Odenwald die Mieten spürbar an. Was auch immer die schwarz-grüne Regierung im Land oder die Ampel im Bund dagegen macht: bringen tut‘s nicht wirklich“, so Stortchilov.

Odenwald: Bundestagskandidatin der Linken Marlene Wenzl

Birgit Reuther/Odenwälder Echo

Was ihr zartes Alter betrifft, sollte man sich nicht täuschen: Marlene Wenzl, im vergangenen November 18 geworden, ist eine Bundestagskandidatin, wie sie sich wohl viele Parteien wünschen würden: gut informiert in der großen und der „kleinen“, lokalen Politik, strukturiert, zielstrebig. Eloquent im Umgang und voll konzentriert bei der Sache, wenn es um „ihre“ Themen geht...

Anm.: Über so viel Lob freuen wir uns natürlich! Der vollständige Artikel wurde in der Echo-Ausgabe vom 11.08.2021 veröffentlicht ("Veränderung ist möglich") und ist unter Echo Online abrufbar.

 

Warnstreik bei Rowenta in Erbach

Anton Stortchilov

Die Linke steht solidarisch an der Seite der Beschäftigten bei #Rowenta in #Erbach. Die 170 Beschäftigten, die bis zuletzt jährlich 1,7 Millionen Bügeleisen für den europäischen und den amerikanischen Markt produziert haben, dürfen nicht einfach so auf die Straße gesetzt werden, nachdem sie zum Teil jahrzehntelang Rendite für die Eigentümer erwirtschaftet hatten.

Es kann nicht sein, dass die krisenhafte Situation in der Pandemie dazu missbraucht wird, um Industriearbeitsplätze abzubauen und in Billiglohnländer auszulagern. Dabei sind die Beschäftigten und die Kommunen gerade jetzt auf stabile Einnahmen angewiesen wie nie zuvor. Die neuerliche Welle der Werksschließungen ist kaum anders denn als Klassenkampf von oben zu bezeichnen, der dazu dienen soll, die von den Arbeiter*innen in Deutschland errungenen Standards unter Druck zu setzen.

Wer Arbeitsplätze nach Asien verschiebt und glaubt, damit den Arbeitskämpfen auszuweichen, wird sich noch wundern. Die Streiks der letzten Jahre in Indien waren die größten in der Geschichte der Arbeiter*innenbewegung. Und wenn die Eigentümer*innen in Europa die Sozialpartnerschaft einseitig aufkündigen, dann sagen wir "Wohlan! Antreten zur Vermögensabgabe".

Wir unterstützen den sich formierenden Widerstand der Beschäftigten, der unter Anderem im Warnstreik auch bei Rowenta in Erbach seinen Ausdruck findet und werden ihn auf allen Ebenen politisch flankieren!

Klima- und Umweltschutz!

Eines der Herzensthemen unserer Spitzenkandidatin für den Kreistag Marlene Wenzl

Marlene Wenzl

#Klimaschutz beginnt #lokal und er darf weder vom Wohnort noch vom Geldbeutel abhängen. Wo liegt lokal das Problem beim Verkehr, was kann man machen? 

Der Autoverkehr wächst immer weiter an. In den städtischen Regionen nutzen immer mehr Menschen öffentliche Verkehrsmittel, bei Radentscheiden wird mehr Platz für Radfahrende gefordert, neue Bus- und Bahnlinien werden eröffnet. Im Odenwald ist der Schulbus aber häufig das einzige öffentliche Verkehrsangebot und die Odenwaldbahn ist jetzt schon am Limit ihrer Kapazitäten. Die „Erbacher Erklärung“ schafft hier keinen großen Wurf. Gerade junge Leute oder Menschen mit geringem Einkommen können und wollen sich aber ein eigenes Auto oft nicht leisten.

Deshalb fordern wir:

Die Einführung des Halbstundentaktes ab Erbach sowie eines Stundentaktes ab Eberbach. Das ist machbar: man benötigt dafür eine Ausweichmöglichkeit in Hetzbach und eine zweigleisige Verbindung zwischen Mühltal und Ober-Ramstadt, zwischen Babenhausen-Landstadt und Klein-Umstadt sowie zwischen Heinburg-Heinstadt und Seligenstadt. Die damit verbundene Steigerung der Kapazitäten wäre ein besserer Beitrag zur Entlastung des Berufsverkehrs als der 43 Millionen teure zusätzliche Ausbau der B45, der gegen die Staus am Nadelöhr in Darmstadt nichts ausrichten kann.

Die Wiederinbetriebnahme der Gersprenztalbahn zunächst ab Groß-Bieberau, mit der Perspektive einer Verlängerung nach Brensbach und Reichelsheim, damit man auch im Gersprenztal die Möglichkeit bekommt, ganz auf das Automobil zu verzichten.

Die Elektrifizierung der Odenwaldbahn. Streckenabschnitte wie der Krähbergtunnel, die man nur schwer elektrifizieren könnte, können dabei mit Akkuzügen bewältigt werden.

Bessere Verbindungen zur Vias hin und davon weg. Häufig ist die Taktung der Bahn nicht mal das größte Probleme, sondern der Weg dorthin. Es braucht mehr reguläre Busse und Rufbusse. 

ÖPNV perspektivisch zum Nulltarif

Der Nulltarif macht den ÖPNV attraktiver und sozialgerechter. Die Marburger Linke konnte beispielsweise bereits ein Pilotprojekt für kostenfreien ÖPNV am Wochenende durchsetzen.

Wahlvorschlag für die Kommunalwahl 2021 aufgestellt

DIE LINKE im Odenwald geht mit einem guten Team an den Start

Anton Stortchilov

Auf der #Mitgliederversammlung der Linken im Odenwaldkreis wurde die Liste für den #Kreistag Odenwald für die #Kommunalwahl 2021 aufgestellt. Die starke Aktivität der Odenwälder #Linksjugend spiegelte sich auch bei dieser Wahl wieder. So sind diesmal zahlreiche junge Genossinnen und Genossen gewählt. Auf Listenplatz 1wurde Marlene Wenzl gewählt, auf Listenplatz 2 Stephan Krieger.  Damit geht DIE LINKE. im Odenwald in den Wahlkampf und dann später hoffentlich mit einer größeren, jüngeren und weiblicheren Fraktion in die neue Legislaturperiode, um die Stimme für einen #sozialökologischen Umbau auch lokal zu stärken.

Für den Kreistag bei der Kommunalwahl am 14.März 2021 kandidieren:

1. Marlene Wenzl, Brombachtal
2. Stephan Krieger, Breuberg
3. Erika Langbein, Michelstadt
4. Anton Stortchilov, Michelstadt
5. Andreas Hart, Brombachtal
6. Thomas Keil, Bad König
7. Elke Löll, Oberzent
8. Lothar Löll, Oberzent
9. Kai Linus Benedict George, Lützelbach
10. Nico Rämisch, Reichelsheim (Odenwald)
11. Paul Langbein, Michelstadt
12. Enrico De Meo, Höchst i. Odw.
13. Reinhold Fertig, Michelstadt
14. Dietmar Kunze, Brombachtal
15. Tanja Krieger, Breuberg
16. Traudel Hartmann, Erbach
17. Erich Krichbaum, Brensbach