Sabine Leidig, MdB

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DIE LINKE, Sabine Leidig: Bundestag muss Stuttgart 21 stoppen

16.09.2010 - Für das Vergraben des Stuttgarter Bahnhofs sollen 10 Milliarden Euro verschleudert werden, während das Geld für Notwendiges an anderer Stelle gestrichen wird. Die Mehrheit der Bevölkerung will diesem Größenwahn ein Ende machen. Pfarrer sprechen vom modernen Turmbau zu Babel, Architekt warnen vor möglichen Katastrophen beim Bau und Eisenbahnexperten begründen, warum der Bahnhof besser oben bleiben sollte.

 

Persönliche Erklärung Sabine Leidig MdB

Zur Abstimmung über die Fortführung des Einsatzes des Bundeswehr in Afghanistan (ISAF-Mandat)

Ich habe - wie alle Abgeordneten der Parte DIE LINKE – gegen diesen Kriegseinsatz und seine Verlängerung gestimmt,
weil die traurige Wirklichkeit zeigt, dass der Krieg die zivile und soziale Entwicklung der Gesellschaft in Afghanistan blockiert und (wie alle Kriege) Grausamkeit, Tod und Leid in den Alltag der Bevölkerung bringt.
Mein zweiter wesentlicher Grund ist, dass unsere eigene Gesellschaft verändert wird: die historische Lehre, dass von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen darf, wird in die Vergessenheit gedrängt. Ich zitiere den Präsident von pax christi Deutschland, Heinz Josef Algermissen, Bischof von Fulda, der in seiner Erklärung zur heutigen Abstimmung schreibt:
„Die Bundeswehr wird zur Armee im Einsatz umfunktioniert. Die Verteidigungsrestriktion des Grundgesetzes verliert faktisch ihre Bedeutung. Der Afghanistankrieg als vorläufiger Höhepunkt dieser Entwicklung hat die Änderung der Verteidigungs- hin zur Einsatzarmee gefördert. Die junge Generation in Deutschland wächst in einer Gesellschaft auf, die zwar Krieg führt, es aber zugleich leugnet. Was für die Trümmerfrauen und für viele Kriegsrückkehrer des Zweiten Weltkrieges undenkbar schien, ist heute wieder möglich.
Gleichzeitig fehlt der politische Diskurs über diese Entwicklung. Die deutsche Gesellschaft akzeptiert seit Jahren eine beschönigende Darstellung, die den Blick auf die Grausamkeit des Krieges vernebelt.“
Die Unmenschlichkeit und die Gewalt des Krieges betrifft vor allem diejenigen, in deren Land die Waffen zum Einsatz kommen und diejenigen, die die Waffen zum Einsatz bringen.
Darüber hinaus entsteht eine Rohheit im Umgang der Völker. Und die deutsche Bevölkerung verliert zusehends an Integrität, an Glaubwürdigkeit, an Potential für Frieden und Gerechtigkeit – sich selbst und anderen gegenüber.

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Sabine Leidig, DIE LINKE: Stuttgart 21 - Spätestens jetzt muss die Bundesregierung eingreifen

Rede 30.11.2011 – Sabine Leidig Stuttgart 21 nach der Volksabstimmung

Aktuelle Stunde - es gilt das gesprochene Wort!

Rede Sabine Leidig // Aktuelle Stunde 29. November 2011
Stuttgart 21 nach der Volksabstimmung
Werte Kolleginnen und Kollegen,
die Koalitionsfraktionen nutzen diese Aktuelle Stunde, um ihren Triumph bei der Volksabstimmung am vergangenen Sonntag in Baden-Württemberg auszukosten. Und tatsächlich haben wir in den vergangenen Wochen erlebt, wie die Projektbetreiber einen Machtkampf um Stuttgart 21 organisiert haben – Goliath gegen David –, und die Freundinnen und Freunde des Kopfbahnhofes sind unterlegen.
Die Mehrheit - nämlich knapp 59 Prozent der 48 Prozent, die sich an der Abstimmung beteiligt haben - ist gegen ein Kündigungsgesetz, mit dem das Land Baden-Württemberg als Projektpartner aus dem Vertrag zu S21 aussteigen könnte. Es lohnt sich, die Bedingungen und Ergebnisse dieser Volksabstimmung im Detail anzuschauen, aber das würde meine Redezeit hier sprengen. Nur so viel: in der Stadt Stuttgart haben über 47% für den Ausstieg gestimmt - die Bevölkerung ist tief gespalten. Und daran sind nicht zuletzt die Grünen in der Landesregierung schuld, weil sie nicht die offensichtlichen Fehler des Projektes zum Ausstieg genutzt haben, sondern auf Koalitionsfrieden mit der SPD setzen.


Und damit bin ich bei dem entscheidenden Thema, das tatsächlich auf die Tagesordnung des Bundestages gehört: Stuttgart 21 ist zum Scheitern verurteilt – so oder so – weil eine Reihe gravierender Probleme überhaupt nicht gelöst ist, von denen will ich nur zwei herausgreifen:


Erstens die Kostenfrage:
Bereits am Tag nach der Volksabstimmung deutete Bahnchef Grube an, was alle wissen: schon vor Baubeginn wird die Kostenobergrenze von 4,5 Milliarden Euro überschritten. Jeder hier im Plenarsaal weiß: S21 wird in der Bauzeit, die bis weit ins nächste Jahrzehnt hinein reicht, sieben und mehr Milliarden Euro kosten. Bund, Land und Stadt haben erklärt, keine Mehrkosten zu tragen, die DB-AG weigert sich, die Kostenübernahme zuzusichern. Die Anlagen können aber erst in Betrieb gehen, wenn sie vollständig fertiggestellt sind. Wenn jetzt mit dem Graben begonnen wird, entstehen gigantische Bauruinen die zu nichts nutze sind – so wie das mit den „So-da-Brücken“ bei der Hochgeschwindigkeitsstrecke Nürnberg-Erfurt seit vielen Jahren der Fall ist – nur eben mitten in der Landeshauptstadt.


Als zweites nenne ich den Schaden für die Schiene:
Diese Argument war von Anfang an der wichtigste Einwand gegen den Tunnelbahnhof und hat auch in der Faktenschlichtung eine zentrale Rolle gespielt. Ich erinnere an den Schlichterspruch von Heiner Geißler, der vor etwa einem Jahr von allen Projektbeteiligten quasi als Urteil über das Projekt akzeptiert worden ist. Dort heißt es: „Die Deutsche Bahn AG verpflichtet sich, einen Stresstest für den geplanten Bahnknoten Stuttgart 21 anhand einer Simulation durchzuführen. Sie muss dabei den Nachweis führen, dass ein Fahrplan mit 30 Prozent Leistungszuwachs in der Spitzenstunde bei guter Betriebsqualität möglich ist. Dabei müssen anerkannte Standards des Bahnverkehrs für Zugfolgen, Haltezeiten und Fahrzeiten zur Anwendung kommen.“
Wir haben damals schon kritisiert, dass sich der Vergleich nicht klar auf einen modernisierten Kopfbahnhof bezieht, sondern nur auf den Stuttgarter Hauptbahnhof, der seit 15 Jahren vernachlässigt wurde und weit unter seinen Möglichkeiten bleibt.
Im Sommer dieses Jahres verkündete der Bahnvorstand: "Unsere Überprüfung der Simulationsergebnisse hat gezeigt, dass die geforderten 49 Ankünfte im Hauptbahnhof Stuttgart in der am meisten belasteten Stunde usw. abgewickelt werden können…." Auch dazu haben sie hier in einer aktuellen Stunde triumphiert, während das Aktionsbündnis das Ergebnis aus guten Gründen angezweifelt hat.


Nun ist seit vergangener Woche bekannt, dass diese Ergebnisse des Stresstests falsch sind. Die Fakten über die Fälschung sind auf der Internetplattform WikiReal und von Dr. Christoph Engelhardt zusammengetragen, der an der Stresstest-Präsentation unter Heiner Geißler als Sachverständiger teilgenommen hatte. Unter anderem in der ZDF-Sendung „Frontal21“ ist das dokumentiert worden und bestätigt durch einen der bekanntesten Verkehrswissenschaftler im deutschsprachigen Raum Prof. Hermann Knoflacher.
Demnach hat die Bahn systematisch gegen die Richtlinie verstoßen, die für eine solche Simulation maßgebend ist, nämlich die Richtlinie mit der Bezeichnung „Fahrweg-Kapazität 405“. Tatsächlich können im Tiefbahnhof in der Stunde mit der größten Belastung nicht 49, sondern maximal 38 Züge abgefertigt werden. Das sind weniger als der heutige Kopfbahnhof abfertigen kann. Und nur rund 60 Prozent von dem, was ein optimierter Kopfbahnhof leisten könnte.
Das Ergebnis des Stresstestes war die entscheidende Grundlage für den Weiterbau von S21, aber es ist regelwidrig und manipulativ herbeigeführt worden - diese Trickserei darf sich kein Parlament bieten lassen!


Spätestens jetzt muss die Bundesregierung eingreifen!
Die Untersuchung zeigt, dass mit S21 faktisch der Rückbau einer Eisenbahn-Infrastruktur des Bundes geplant ist. Da können Sie sich nicht mehr damit herausreden, es handle sich um ein „eigenwirtschaftliches Projekt der Bahn“. Mit S21 wird der entscheidende Bahnknoten in Südwestdeutschland enger gezogen. Es wird ein Nadelöhr geschaffen – und dafür sollen Milliarden Euro an Steuergeldern fließen.


Wenn sie es wirklich gut meinten mit dem „Standort Deutschland“, dann dürfen sie nicht zulassen, dass die Eisenbahn und damit zukunftsfähige Entwicklung behindert werden.
Wir werden nicht nachlassen, die Fakten auf den Tisch zu bringen. DIE LINKE will dazu beitragen, dass Stuttgart 21 aus vernünftigen Gründen scheitert und nicht im Desaster endet.


Ich fordere sie auf, Herr Ramsauer, übernehmen sie volkswirtschaftliche Verantwortung und stoppen sie dieses zerstörerische Projekt!

Die Krise des Euro- Eine griechische Tragödie oder ein Thema, das uns alle angeht?

„Wir müssen endlich die Systemfrage stellen“, äußerte sich Erich Krichbaum, Fraktionsvorsitzender für DIE LINKE. im Odenwälder Kreistag, in der Diskussionsveranstaltung am Freitag, dem 05. Oktober, zu der die Bundstagsabgeordnete Sabine Leidig eingeladen hatte.

Thema des Abends war „Die Krise des Euro- Eine griechische Tragödie? Oder ein Thema, das uns alle angeht.

Sabine Leidig  hatte ausgeführt, wie Bundeskanzlerin Merkel, unterstützt durch das Haus- und Hoforgan der Springerpresse „BILD“  die Griechen, aber auch Spanier und Iren zu Sündenböcken für die Krise des Euro stempeln. Die Kampagne von „BILD“ zeigt Wirkung.

Doch nicht nur in der Bundesrepublik steigt die Gefahr aufgrund der Kampagnen in den so genannten Leitmedien dem Druck nach Rechts zu erliegen. Rechte Populisten, aber auch Radikale sehen ihre Chance mit nationalistischen Tönen Nutznießer der Krise zu werden.

Und die Regierungen tun nichts, um das Bild vom „faulen Griechen“ zu widerlegen. Der Sündenbock kommt ihnen gerade recht. So müssen sie nicht die wirklichen Verursacher nennen, die letztlich auch Profiteure der „Rettungsschirme“ sind: die deutschen Banken, die Spekulanten und das internationale Finanzkapital. Nicht zu vergessen die deutsche Rüstungsindustrie. Denn so pleite die Griechen auch sind, Deutschland ist immer noch in der Lage ihnen Waffen zu verkaufen.

Letztendlich dienen die „Rettungsschirme“ beziehungsweise die mit ihnen verbundenen Auflagen dazu, das Haushaltsrecht der „Pleitestaaten“ auszuhebeln..

An das Rettungspaket ist eine Entmündigung der Staaten in ihrem Haushaltsrecht geknüpft. Es ist eine Fremdherrschaft, wie unter einem Insolvenzverwalter, der den Staaten vorschreibt, wofür sie noch Geld ausgeben dürfen, nämlich für Rüstungsgüter und zum zurückzahlen der der Bankenkredite, und wofür nicht, nämlich für staatliche Transferleistungen, für Renten und Soziales.

Der griechische Staat wird gezwungen sein Eigentum zu verkaufen. So ist die Deutsche Telekom am griechischen Postwesen interessiert. Natürlich werden die transnationalen Unternehmen die griechischen kommunalen und staatlichen Unternehmen zu niedrigsten Kaufpreisen übernehmen.

Es ähnelt ein wenig der „Abwicklung“ der DDR-Wirtschaft durch die Treuhand.

Sabine Leidig (MdB) und Wahlkreismitarbeiterin Elke Löll

Sabine Leidig am 25.02.2011 im Bundestag

Neue Öffnungszeiten im Bürgerbüro der Bundestagsabgeordneten Labine Leidig (DIE LINKE)

Elke Löll neue Wahlkreismitarbeiterin

Das Bürgerbüro in Bad König, Schloßplatz 8 der Bundestagsabgeordneten Sabine Leidig ist ab dem 01. September 2010 wie folgt geöffnet:

Dienstags von 9:30 Uhr- bis 12:30 Uhr

Mittwoch von 13:30 Uhr bis 17:30 Uhr

Donnerstag von 9:30 Uhr bis 12:30 Uhr

Telefonisch erreichbar ist das Wahlkreisbüro unter 06063-5036941


Mittwochs schließt sich ab 18 uhr eine 2-stündige Sprechstunde des Kreisverbandes an, bei der in der Regel der Kreisvorsitzende Lothar Löll, Landesvorstandsmitglied Diana Hupperten oder die Vertreter der Kreistagsfraktion Erich Krichbaum oder Stephan Krieger anwesend sein werden.


Unsere Abgeordnete im Bundestag - Sabine Leidig

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. 

120x120_leidigSabine Leidig - Für den WK 187 jetzt in Berlin

  • Familienstand: verheiratet, ein erwachsener Sohn
  • Beruf (Laufbahn): Jugendbildungsreferentin, Regionsvorsitzende beim DGB Baden-Württemberg, Geschäftsführerin im Attac-Bundesbüro
  • Mitglied: Attac, pro asyl, VVN-BdA und ver.di
  • Im Bundestag: Verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE